24h mit der Innsbruck Card - so würden wir sie nutzen
Innsbruck liegt nur einen Katzensprung vom BADL entfernt und gehört für uns definitiv zu den Ausflügen, die man während eines Urlaubs in Hall zumindest einmal gemacht haben sollte.
Das Besondere an Innsbruck? Man muss sich nicht zwischen Stadt und Bergen entscheiden. Am Vormittag auf über 2.000 Metern die Aussicht genießen, wenig später Steinböcke und Luchse im Alpenzoo beobachten und am Nachmittag durch die historische Altstadt schlendern – genau diese Mischung macht Innsbruck für uns aus.
Wenn ihr möglichst viel entdecken möchtet, lohnt sich die Innsbruck Card. Sie ist für 24, 48 oder 72 Stunden erhältlich und beinhaltet zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Museen, öffentliche Verkehrsmittel und sogar ausgewählte Bergbahnen.
Und weil die Karte tatsächlich 24 Stunden ab der ersten Nutzung gültig ist, lässt sich mit ein bisschen Planung sogar noch der nächste Urlaubsvormittag damit verbinden.
So würden wir unsere 24 Stunden mit der Innsbruck Card verbringen:
Früh starten – nach einem guten Frühstück im BADL
Bevor es losgeht, würden wir natürlich erst einmal bei uns im BADL frühstücken. Für diesen Tag allerdings vielleicht ein kleines bisschen früher als sonst – denn wir wollen gleich am Vormittag hoch hinaus.
Das Auto kann dabei ganz einfach bei uns stehen bleiben. Mit dem gratis-Bus geht es von Hall unkompliziert nach Innsbruck und von dort direkt weiter Richtung Innenstadt.
Unser erstes Ziel: die Nordkette.
Vormittag – hinauf auf die Nordkette
Wir würden die Nordkette ganz bewusst an den Anfang des Tages setzen.
Gerade am Vormittag ist es wunderschön, Innsbruck langsam unter sich verschwinden zu sehen und den Tag oben in den Bergen zu beginnen. Außerdem bleibt anschließend noch genügend Zeit, um Innsbruck ganz entspannt zu entdecken.
Fast direkt aus der Innenstadt startet die Hungerburgbahn beim Congress Innsbruck. Schon die von Zaha Hadid entworfenen Stationen sind ein kleines Highlight für sich.
Von der Hungerburg geht es mit den Nordkettenbahnen weiter auf die Seegrube und schließlich bis zum Hafelekar auf über 2.300 Metern.
Oben angekommen wartet einer dieser Ausblicke, bei denen man ruhig ein bisschen länger stehen bleiben darf: Auf der einen Seite liegt Innsbruck tief unten im Tal, auf der anderen öffnet sich die Bergwelt des Karwendels.
Genau dieser Kontrast ist für uns typisch Innsbruck. Gerade noch mitten in der Stadt – und kurze Zeit später mitten im Hochgebirge.
Und das Beste: Die Berg- und Talfahrt ist bereits in der Innsbruck Card inkludiert.
Unser Tipp: Unbedingt vor dem Losfahren einen Blick auf Wetter und Webcam werfen. Bei guter Fernsicht ist die Nordkette wirklich spektakulär.
Beim Hinunterfahren – Zwischenstopp im Alpenzoo
Auf dem Rückweg würden wir nicht direkt wieder bis in die Stadt fahren.
Die Hungerburgbahn hat nämlich eine eigene Station beim Alpenzoo Innsbruck – und auch dessen Eintritt ist in der Innsbruck Card inkludiert.
Der Alpenzoo ist besonders schön, weil hier nicht Tiere aus aller Welt, sondern die Tierwelt der Alpen im Mittelpunkt steht. Steinböcke, Luchse, Wölfe, Braunbären, Fischotter, Steinadler und viele weitere alpine Tierarten können hier entdeckt werden.
Gerade mit Kindern würden wir für den Besuch genügend Zeit einplanen. Aber auch ohne Kinder lohnt sich der Zwischenstopp – allein schon wegen der besonderen Lage oberhalb von Innsbruck.
Danach geht es mit der Hungerburgbahn weiter hinunter ins Zentrum.
Und spätestens jetzt hätten wir Hunger.
Mittagessen in der Innsbrucker Altstadt
Nach Bergluft und Alpenzoo ist Zeit für eine richtige Pause.
Unser persönlicher Tipp dafür ist das Weiße Rössl mitten in der Innsbrucker Altstadt. Tiroler Küche, gemütliche Atmosphäre und die perfekte Lage, um danach direkt zu Fuß weiterzuziehen.
Und genau hier würden wir uns bewusst Zeit nehmen.
Denn auch wenn die Innsbruck Card dazu verleitet, möglichst viele Attraktionen „mitzunehmen“: Urlaub soll für uns nicht bedeuten, mit einer Checkliste durch die Stadt zu laufen.
Lieber weniger sehen – und dafür den Tag wirklich genießen.
Nachmittag – Hofkirche & die Schwarzen Mander
Nach dem Mittagessen geht es weiter zur Hofkirche.
Von außen wirkt sie beinahe unscheinbar. Im Inneren befindet sich jedoch eines der beeindruckendsten historischen Denkmäler Innsbrucks.
Im Mittelpunkt steht das Grabdenkmal von Kaiser Maximilian I., das von 28 überlebensgroßen Bronzefiguren bewacht wird. Die Innsbrucker nennen sie liebevoll die „Schwarzen Mander“.
Das Kuriose daran: Das Grabmal ist leer. Kaiser Maximilian I. wurde nämlich nicht hier, sondern in Wiener Neustadt beigesetzt.
Direkt neben der Hofkirche befindet sich außerdem das Tiroler Volkskunstmuseum. Wer noch ein bisschen mehr über Tirol, seine Traditionen und das frühere Leben erfahren möchte, kann den Besuch wunderbar miteinander verbinden.
Beides ist in der Innsbruck Card inkludiert.
Zum Abschluss – Altstadt & Stadtturm
Danach würden wir uns einfach durch die Innsbrucker Altstadt treiben lassen.
Vorbei an der Hofburg, durch die kleinen Gassen und natürlich zum Goldenen Dachl, dem wohl bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.
Und bevor es langsam zurück nach Hall geht, wartet noch ein letzter kleiner Aufstieg.
Mitten in der Altstadt befindet sich der Innsbrucker Stadtturm. Nach 133 Stufen erreicht man die Aussichtsplattform in 31 Metern Höhe.
Von hier oben hat man noch einmal einen ganz anderen Blick auf Innsbruck: die bunten Häuser der Altstadt, das Goldene Dachl, den Inn – und im Hintergrund genau die Nordkette, auf der man am Vormittag noch gestanden ist.
Ich finde, schöner könnte man den Innsbruck-Tag eigentlich kaum abschließen.
Unser Tipp: Auch der Eintritt zum Stadtturm ist in der Innsbruck Card inkludiert.
Abends zurück nach Hall
Nach so einem Tag reicht es dann aber auch mit Sightseeing.
Zurück ins BADL, kurz die Füße hochlegen und anschließend noch gemütlich durch Hall spazieren und etwas essen gehen.
Zum Beispiel im Wirtshaus Bretze oder im Goldenen Löwen in der Haller Altstadt.
Und damit wäre unser Innsbruck-Tag eigentlich perfekt.
Eigentlich.
Denn ein bisschen Innsbruck Card haben wir noch übrig.
Tag 2 – Swarovski Kristallwelten zum Abschluss
Hier kommt unser kleiner Trick:
Die Innsbruck Card gilt 24 Stunden ab der ersten Nutzung. Wenn ihr also beispielsweise am ersten Morgen gegen 9:00 Uhr mit der Nordkette startet, könnt ihr sie am nächsten Morgen noch bis etwa 9:00 Uhr nutzen.
Deshalb würden wir am zweiten Tag früh im BADL frühstücken und anschließend direkt nach Wattens zu den Swarovski Kristallwelten fahren.
Auch der Eintritt in die Kristallwelten ist in der Innsbruck Card enthalten.
Im Inneren des berühmten Riesen warten die Wunderkammern mit faszinierenden Installationen internationaler Künstlerinnen, Künstler und Designer. Draußen geht es im weitläufigen Garten weiter – mit Kunst, Karussell, Labyrinth und vielen Möglichkeiten für Kinder zum Spielen und Entdecken.
Unser wichtigster Tipp: Entscheidend ist, dass ihr die Kristallwelten noch innerhalb der Gültigkeitsdauer eurer Innsbruck Card betretet. Plant deshalb genügend Zeit für die Fahrt nach Wattens ein und kontrolliert am Vorabend noch einmal, wann ihr eure Karte am ersten Tag aktiviert habt.
So lässt sich aus einer 24-Stunden-Karte tatsächlich ein kompletter Innsbruck-Tag plus ein Besuch der Swarovski Kristallwelten am nächsten Morgen herausholen.
Was kostet die Innsbruck Card?
Die Innsbruck Card gibt es aktuell in drei Varianten:
24 Stunden: € 69,00 für Erwachsene
48 Stunden: € 79,00 für Erwachsene
72 Stunden: € 89,00 für Erwachsene
Für Kinder ab 6 Jahren gelten jeweils ermäßigte Preise.
Enthalten sind unter anderem zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten, die Nordkettenbahnen, weitere ausgewählte Bergbahnen, der Sightseer Hop-on-Hop-off-Bus sowie öffentliche Verkehrsmittel.
Gerade wenn ihr die Nordkette mit ein oder zwei Sehenswürdigkeiten verbindet, lohnt es sich deshalb, vorab einmal nachzurechnen.
Wenn wir selbst 24 Stunden mit der Innsbruck Card verbringen würden, dann genau so.
Morgens hoch hinaus auf die Nordkette, beim Hinunterfahren ein Zwischenstopp im Alpenzoo, danach gutes Tiroler Essen und am Nachmittag ganz entspannt Kultur und Altstadt.
Und am nächsten Morgen noch die Swarovski Kristallwelten als Abschluss.
So bekommt man in kurzer Zeit ziemlich genau das zu sehen, was Innsbruck für uns ausmacht: Berge, Stadt, Tiroler Geschichte, Natur und ganz viel Abwechslung.
Und das alles nur einen Katzensprung vom BADL entfernt.
